FSD_Jubi_2026

AUF UNS ALLE ! WO DIE MENSCHEN DIE GEMEINSCHAFT LEBEN Vom Schrebergarten bis auf die Fan-Tribüne – hier kommen wir am liebsten zusammen IM GESPRÄCH MIT BUNDESRAT ALBERT RÖSTI «Feldschlösschen verkörpert ein Stück Schweizer Identität.» WAS HÄLT DIE SCHWEIZ ZUSAMMEN? JUBILÄUMSMAGAZIN FELDSCHLÖSSCHEN • 2026 AUF UNS ALLE! • JUBILÄUMSMAGAZIN FELDSCHLÖSSCHEN • 2026

150 Jahre und noch immer spritzig! Lasst uns gemeinsam weiterhin Freude und Geselligkeit auf alle Tische bringen. Auf viele weitere Jahre der Verbundenheit! Alles Gute zum Geburtstag, Feldschlösschen!

Liebe Leserin, lieber Leser Wie feiert man 150 Jahre Unternehmensgeschichte? Man könnte zurückblicken und auf die Grün- der anstossen, die damals etwas Besonderes geschaffen haben. Oder man richtet den Blick nach vorn und fragt sich: Was können wir aus der Vergangenheit für die nächsten 150 Jahre lernen? Und wie gestalten wir eine Zukunft, die uns allen dient? Wenn ich durch die Schweiz reise und mit Menschen spreche, höre ich immer öfter die Sorge in ihren Stimmen, dass wir uns als Gesellschaft auseinanderleben. Gleichzeitig erlebe ich aber täg- lich das Gegenteil: Menschen, die zusammenhalten, sich füreinander einsetzen und Brücken bauen, wo andere über Mauern klagen. Diese Erfahrungen haben uns dazu bewogen, den Zusammenhalt ins Zentrum unseres Jubiläums zu stellen. Denn der Zusammenhalt ist für eine Gesellschaft elementar und muss gerade in diesen Zeiten besonders gepflegt, gehegt und gefördert werden. Feldschlösschen verbindet: Das ist nicht ein Werbeslogan, sondern unser täglicher Auftrag. Seit eineinhalb Jahrhunderten brauen wir nicht nur Bier, wir schaffen Momente der Begegnung und der Gemeinschaft. Ob beim Feierabendbier in der Beiz, beim Volksfest im Dorf oder beim gemeinsamen Anstossen auf schöne Erlebnisse – überall dort, wo Menschen zusammenkommen, ist auch Feldschlöss- chen dabei. Als Unternehmen, das seit 150 Jahren Teil der Schweizer Wirtschaftsgeschichte ist, blicken wir auf die nächsten 150 Jahre. Wir wollen eine Schweiz mitgestalten, in der Vielfalt als Bereicherung gilt, in der Menschen trotz unterschiedlicher Meinungen respektvoll miteinander umgehen und in der das Verbindende stärker ist als das Trennende. Eine Schweiz, die zeigt: Zusammenhalt ist kein nostalgisches Ideal, sondern die Grundlage für eine starke Zukunft. Überall in unserem Land gibt es Menschen, die den Zusammenhalt vorleben. Diese Geschichten erzählen wir in diesem Magazin – von Fischern und Fussballern über Festivalbesucher bis hin zu engagierten Mitarbeitenden. Ich lade Sie ein, dieses Jubiläumsmagazin als Inspiration zu verstehen. Lassen Sie sich von den vielen Geschichten des Zusammenhalts ermutigen. Und vielleicht denken Sie beim nächsten Feierabendbier, beim nächsten Dorffest oder beim nächsten zufälligen Gespräch daran: Auf das UNS kommt es an! Herzlich Thomas Amstutz CEO Feldschlösschen AUF DAS VERBINDENDE! 3

Magazin zum 150-Jahr-Jubiläum des Unternehmens Feldschlösschen Herausgeberin Feldschlösschen Getränke AG Theophil-Roniger-Strasse 4310 Rheinfelden www.feldschloesschen.swiss Auflage 122000 Ex. Erscheint in deutscher, französischer und italienischer Sprache Gesamtverantwortung Dominique Zingg Projektverantwortung Pamela Güller Redaktionelle Verantwortung Esin Celiksüngü, Gaby Gerber Chefredaktion Marcel Siegenthaler und Matthias Müller, Textension GmbH Anzeigenservice Dorothee Ketterer Editorial Design Marion Bobst, Susanne Wolf Sprachdienste, Lithografie, Druck und Versand Vogt-Schild Druck AG Gutenbergstrasse 1 4552 Derendingen Bildnachweis Feldschlösschen, Valeriano Di Domenico, Jil Büttiker, André Springer, Stefan Bienz, Pius Koller, Thomas Buchwalder, Remo Buess, Marko Filipović Gomez, Simon Habegger, Mariella Preisinger, Adobe Stock, Shutterstock, zVg Urheberrechte Die im Magazin enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Impressum Wie denken die Menschen in der Schweiz über Zusam- menhalt? Das Baro- meter von Sotomo und Feldschlösschen liefert Antworten. Wie will Feldschlösschen die Zukunft des Landes mitgestalten? CEO Thomas Amstutz preist die Vielfalt der Schweiz. Als Verkehrsminister ist Albert Rösti für die Bahn zuständig, die Feldschlösschen seit 150 Jahren prägt. Was be- deutet Gemeinsinn für ihn? 6 30 50 4

Begrüssung 3 Auf uns alle kommt es an Zusammenhalts-Barometer 6 Frisches Bier und Demokratie Rundgang mit Carole Weil 13 Das Schloss als Begegnungsort Feldschlösschen in Zahlen 20 1200 Menschen und 8 Pferde Feldschlösschen verbindet 22 Wo der Gemeinsinn gross ist Bundesrat Albert Rösti 30 In den Beizen lebt das Land Teil der Carlsberg-Gruppe 37 Brauen für eine bessere Welt Happy Birthday 41 Persönlichkeiten gratulieren Hans-Albert Wüthrich 47 Der Urenkel des Gründers CEO Thomas Amstutz 50 Die Schweiz mitgestalten Mitarbeitende 57 Grosser Einsatz in der Freizeit Die Geschichte von Feldschlösschen 58 Eine Reise durch 150 Jahre Legendärer Jahreskalender 64 Blick in den Spiegel der Zeit Mitmachen und gewinnen 66 Sechsspänner wartet auf Sie Wo wird Gemeinsinn gelebt? Reportage von Orten, an denen sich die verschiedensten Menschen treffen und gemeinsam Zusammenhalt zelebrieren. Wer war Marie Wüthrich, die Mutter der Brauerei Feldschlösschen? Ihr Urenkel Hans-Albert Wüthrich erzählt es. INHALTSVERZEICHNIS 22 47 5

Direkte Demokratie und GESELLIGES BIER 6

Ein einig Volk von Brüdern und Schwestern will die Schweiz sein. Doch wie steht es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt tatsächlich? Als Unternehmen, das Menschen im ganzen Land zusammenbringt, hat Feldschlösschen gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Sotomo viele interessante und zum Teil auch überraschende Antworten gefunden. 7

Seit Jahrhunderten legen die Menschen in der Schweiz grossen Wert auf ihren Zusammenhalt. Sie sind stolz auf den inneren Kitt und erachten ihn als wichtig für das Land, um in der zurzeit doch recht unsicher scheinenden Welt bestehen und weiterhin florieren zu können. Doch wie stark ist der gesellschaftliche Zusammenhalt in der Schweiz wirklich? Wie sehr pflegen ihn die Menschen? Was bedeutet Zusammenhalt für sie konkret? Feldschlösschen wollte es ganz genau wissen und hat gemeinsam mit dem renommierten Meinungsforschungsinstitut Sotomo das erste Barometer zum Zusammenhalt in der Schweiz erstellt. Die Demokratie geniesst Vertrauen Die repräsentative Umfrage ist ein Realitäts-Check, der zeigt: Für fast alle Menschen in der Schweiz (96 %) ist der Zusammenhalt ein unverzichtbarer Wert. Aber Zusammenhalt ist nicht für alle dasselbe. Während für die einen die Akzeptanz von Vielfalt im Vordergrund steht, erachten andere die gemeinsame Identifikation mit der Nation als wichtig. Was allerdings fast alle eint, ist das Vertrauen in die direkte Demokratie: 71 % der Befragten sehen sie als wichtigsten Faktor für den Gemeinsinn im Land und schätzen die mit den Abstimmungen verbundenen Diskussionen. Für Sotomo-Leiter und Politologe Michael Hermann ist das eines der interessantesten Umfrageergebnisse: «Die direkte Demokratie wird insbesondere als feierlicher Akt sehr hoch angesehen und als zentral für den Zusammenhalt empfunden.» Was weniger erfreulich ist: Aus Sicht der Menschen – vor allem aus jener der finanziell schlechter gestellten – bröckelt der Zusammenhalt: Zwei Drittel der Bevölkerung bewerten ihn als (eher) schwach, sogar 83% als rückläufig. Als besonders anfällig wird der Zusammenhalt zwischen politisch links und rechts, zwischen Reichen und Armen sowie zwischen Ansässigen und Zugewanderten empfunden. 8

54 % 42 % 3 % 1 % 83 % 2 % 15 % Die Gastronomie schafft Zusammenhalt Ein Gefühl von Zusammenhalt entsteht auch im alltäglichen Miteinander: 93 % der Befragten sind zufrieden mit der Grösse ihres Freundeskreises. Gleichzeitig bleibt das Gemeinschaftsgefühl oft auf das Private beschränkt. Öffentliche Orte wie politische Organisationen, soziale Einrichtungen und die Nachbarschaft spielen eine vergleichsweise geringe Rolle. Für gut vier von fünf Befragten ist das Zusammenkommen in der Gastronomie oder bei Events hingegen eine wichtige Grundlage für den gesellschaftlichen Kitt. Gemeinsam zu essen und zu trinken, fördert aus Sicht der Bevölkerung den Zusammenhalt sogar noch stärker als die Teilnahme an regionalen Bräuchen. Das gesellige Bier sorgt für Kitt Die Tätigkeiten, die von den Menschen am stärksten mit Geselligkeit verbunden werden, sind typisch schweizerisch: grillieren, wandern und gemeinsam Die Diskussionen rund um die Abstimmungen werden geschätzt. Wichtig Eher wichtig Eher unwichtig Unwichtig Hat zugenommen Ist gleich geblieben Hat abgenommen Wie hat sich der Zusammenhalt in den letzten zehn Jahren verändert? Wie bewerten Sie den Zusammen- halt in der Schweiz? Wie wichtig ist der Zusammenhalt in der Schweizer Bevölkerung? Stark Eher schwach Eher stark Schwach Total 34 % 52 % 13 % Geschlecht: weiblich 1 männlich 2 29 % 57 % 14 % 39 % 48 % 12 % Alter: 18–40 J. 1 41–60 J. 2 > 60 J. 3 38 % 50 % 11 % 31 % 49 % 19 % 33 % 58 % 9 % Äquivalenzeinkommen: < 4000 1 4000 – 6000 2 6001 – 10 000 3 > 10 000 CHF 4 28 % 56 % 16 % 42 % 45 % 13 % 36 % 54 % 9 % 42 % 45 % 9 % 1 2 1 2 3 1 2 3 4 9

SO ENTSTAND DAS BAROMETER Das Meinungsforschungsinstitut Sotomo hat im Auftrag von Feldschlösschen die Daten für das erste Barometer zum Zusammenhalt in der Schweiz Ende 2024 online unter der volljährigen und sprachlich integrierten Wohn- bevölkerung erhoben. Nach Bereinigung und Kontrolle der Daten wurden die Angaben von 2784 Personen für die Auswertung verwendet. Um repräsentative Resultate zu erhalten, führte Sotomo statistische Gewichtungsverfahren durch. So wurde eine hohe soziodemografische Repräsentativität der Befragung erreicht. Die Schwankungsbreite beträgt +/–1,9 Prozentpunkte. Das zweite Barometer wird im Jahr 2026 publiziert. ein Bier trinken. Für 67% der Befragten steht das gemeinsame Bier als ein schöner Moment des Austausches und der entspannten Gespräche. Sie schätzen es vor allem in Anwesenheit guter Freunde oder nach dem Arbeitstag, um sich zu entspannen und in lockerem Rahmen über Gott und die Welt zu plaudern. Laut Michael Hermann spielt die Gastronomie für den Zusammenhalt des Landes eine wichtige Rolle – auch, weil das gesellige Bier in der Regel in einem Lokal genossen wird. «Die Gastronomie ist der Ort, wo man sich leicht begegnet. Auch wenn man kaum mit den Menschen an den Nachbartischen spricht, spürt man, dass man nicht alleine ist und fühlt sich zu etwas zugehörig», sagt der Politologe und fügt an: «Es wirkt paradox: Während die Gastronomie in den Städten boomt, verschwinden auf dem Land viele Betriebe. Das verstärkt just dort den Rückzug ins Private, wo die Gemeinsamkeit eine traditionell hohe Bedeutung hat.» Die Menschen wollen Gemeinsamkeit Die Menschen in der Schweiz wünschen sich, dass diese Tradition der Gemeinsamkeit weitergeht. Das Zusammenhaltsbarometer von Sotomo und Feldschlösschen zeigt auf, wie man das Verbindende pflegen und den gesellschaftlichen Kitt stärken kann. Es tut dies im Geist des sprichwörtlichen Biers, das man nach einer Meinungsverschiedenheit gemeinsam trinkt und sich so wieder näher kommt. Auf dass der Zusammenhalt eine Stärke der Schweiz bleibt! Was bedeutet für Sie gesellschaftlicher Zusammenhalt? Welche Aktivitäten oder Rituale fördern den Zusammenhalt? Wofür steht für Sie das gemeinsame Bier? 77 % Anerkennung gemeinsamer Regeln und Normen 70 % Solidarität und Hilfsbereitschaft 62 % Gerechtigkeit 57 % Akzeptanz von Vielfalt 57 % Vertrauen in Menschen 57 % Vertrauen in Institutionen 49 % Zwischenmenschliche Verbindung 45 % Gesellschaftliches Engagement 44 % Identifikation mit der Nation 36 % Kontakt mit Andersdenkenden 68 % Gemeinsames Essen und Trinken 58 % Teilnahme an regionalen Bräuchen 55 % Gemeinnützige Aktivitäten 54 % Sport treiben oder schauen 52 % Besuche von kulturellen Veranstaltungen 46 % Naturerlebnisse (z.B. Wandern) 42 % Gemeinsames Spielen 42 % Singen oder Musizieren 24 % Reisen und Ausflüge 67 % Gespräche und Austausch 63 % Geselligkeit und Gemeinschaft 60 % Freundschaft und Verbundenheit 42 % Entspannung nach der Arbeit 35 % Feierlichkeiten und Feste 31 % Genuss und Kulinarik 18 % Tradition und Brauchtum 15 % Networking und geschäftliche Kontakte 13 % Sport und Teamgeist QR-Code scannen und zur ganzen Studie gelangen 10

Stimmt der Eindruck, dass der Zusammenhalt in unserem Land eine andere Bedeutung hat als – sagen wir mal – in Frankreich? Michael Hermann: Absolut. Wir sind keine Nation, die um ein gemeinsames, bestehendes kulturelles Merkmal wie etwa eine Sprache entstanden ist. Sondern ein Zusammenschluss von verschiedenen Kulturregionen. Weil die sprachlichen Mutterländer – namentlich Frankreich und Deutschland – oft in Konflikt miteinander standen, war die Schweiz stets in einer prekären Situation. So entstand das Konzept der Willensnation: Man musste sich zusammenraufen und eine gemeinsame Identität konstruieren. Sie haben den Zusammenhalt untersucht. Zu welchem Schluss kommen Sie? Man muss zwischen äusserem und innerem Zusammenhalt unterscheiden. Ersterer ist nicht gefährdet: Das Land bricht nicht auseinander. Den inneren Zusammenhalt, bei dem es mehr um Gemeinsamkeit, Austausch und die innere Substanz geht, sehen dagegen viele bedroht – politisch, aber auch sozial. Früher wurde der Zusammenhalt vor allem durch grosse Veranstaltungen wie Schützen- oder Schwingfeste gefördert. Wo entsteht er heute? Es ist interessant, dass die direkte Demokratie als zentral für den Zusammenhalt empfunden wird. Die Leute fühlen sich ermächtigt – und das wirkt in Zeiten, in denen sich viele politisch ohnmächtig fühlen, integrationsfördernd. Einen wichtigen Beitrag leisten auch die typisch schweizerischen Freizeitaktivitäten wie das gemeinsame Wandern, Biertrinken oder Grillieren. Man hört immer wieder, dass das gemeinsame Bier auch in der Politik einen hohen Stellenwert hat. Das scheint in anderen Ländern schwer vorstellbar. Das gibt es im Ausland auch, bei uns in der Schweiz wird es aber besonders stark gelebt und zelebriert. Das hängt auch mit unserer Konkordanzregierung, dem Milizprinzip und der Dezentralität zusammen: Man ist aufeinander angewiesen und muss zusammenarbeiten. Dem Ritual des «gemeinsamen Runterkommens» kommt da eine wichtige Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund sollte uns zu denken geben, dass gerade auf dem Land viele Gastronomiebetriebe für immer schliessen. Ein Dorf, das keine Beiz mehr hat, hat auch keine Seele mehr – da geht extrem viel verloren. «Wir sind eine WILLENSNATION» Studienautor, Politologe und Sotomo-Leiter Michael Hermann sagt, warum Zusammenhalt für die Schweiz wichtiger ist als für andere Länder. Ein Dorf ohne Beiz hat keine Seele. 11

Prost! Auf uns! Feldschlösschen und Rheinfelden gehören zusammen. 150 Jahre Erfrischung – aus einer Stadt, die seit fast 900 Jahren Geschichte schreibt. Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum und sind stolz eure Heimat zu sein.

Das Feldschlösschen-Brauereiareal ist ein Ort der Begegnung. Täglich begeben sich Besucherinnen und Besucher auf einen Schlossrundgang, um mehr über den Entstehungsort des Biers zu erfahren. Carole Weil ist Tourguide und liebt ihren Arbeitsplatz. Wir begleiten die Baslerin, während sie eine interessierte Gruppe durchs Schloss führt. Carole Weil lüftet (fast) jedes SCHLOSS- GEHEIMNIS 13

verbindet die Schweiz Eine Runde auf das UNS

Carole Weil ist der gute Geist des beliebtesten Bierschlosses der Schweiz. In mehr als dreissig Jahren hat die Baslerin als Tourguide schon Zehntausende Menschen in mehreren Tausend Gruppen in die Geheimnisse hinter den eindrucksvollen Mauern eingeweiht. «Man kann nicht einfach eine Schallplatte auflegen, sondern muss auf jede Gruppe individuell eingehen», sagt sie. Dazu brauche es Herzblut und Leidenschaft – und daran mangelt es Carole Weil nun wirklich nicht. Mit einem Leuchten in den Augen erzählt sie: «Manche wollen alles über den Brauprozess wissen, andere Geschichten hören und einige freuen sich vor allem auf die abschliessende Bierdegustation. Wichtig ist, dass man alle mitnimmt und ein gemeinsames Erlebnis schafft.» Sie ist Erzählerin, Botschafterin und Brückenbauerin – auch an diesem Nachmittag, an dem sie das Team des Freizeitbads Opfikon im Besucherzentrum Brauwelt gleich neben dem Schloss begrüsst. Eine kleine, bunte Truppe von total zehn Frauen und Männern, die sich entschieden hat, anlässlich des Personalausflugs einen Brauereirundgang zu machen. Carole Weils Sprachtalent – nebst Deutsch spricht sie fliessend Englisch und Französisch – wird dieses Mal zwar nicht gefordert. Dafür aber ihre Stimme. Um die redselige Gruppe zu lenken, nimmt sie das Heft Carole Weil kennt das Brauereischloss wie ihre Westentasche. 15

von Beginn weg charmant, aber bestimmt in die Hand. Vor einem Modell des Feldschlösschen-Areals erklärt sie den Gästen, wo sie die Reise in den nächsten 90 Minuten durchführen wird – und bringt sie erstmals zum Staunen, als sie vor ihnen die Dimensionen und die Markenwelt des Unternehmens ausbreitet. Nach einem kurzen und unterhaltsamen Film zur Geschichte des Unternehmens stellt Carole Weil die Rohstoffe vor, die im Brauprozess verwendet werden: Hopfen, Malz, Hefe und Wasser. Plötzlich wird mit den Sinnen erlebbar, wie die verschiedenen Biere zu ihren Gerüchen, Geschmäckern und Farben kommen. Im Sudhaus wird fleissig fotografiert Weiter geht es zum Herzstück der Brauerei, dem 1909 eröffneten Sudhaus. Während die ikonische Architektur des Schlosses gegen aussen strahlt, offenbart sich hier die ganze innere Pracht. In einer Halle mit wunderschönen Buntglasfenstern sorgen zwischen blauen Kacheln zwölf riesige Kupfer-Sudpfannen für eine sakrale Stimmung. Kein Wunder, werden sofort die Smartphones gezückt. Während Carole Weil erklärt, wie in den Pfannen das Bier gekocht wird, fotografieren die Gäste fleissig. Auf dem Weg ins nächste Gebäude begegnet die Gruppe der Pfanne, in der Feldschlösschen-Gründervater Theophil Roniger am 8. Februar 1868 in Magden den ersten Sud Bier gebraut hat. Zum ersten Sud in Rheinfelden kam es auf den Tag genau acht Jahre später, am 8. Februar 1876. «Die Pfanne hat ein Fassungsvermögen von 800 Litern», antwortet Carole Weil auf eine entsprechende Frage. Ein wunderbares Sinnbild dafür, wie weit Feldschlösschen in Das prächtige Sudhaus (auch Seite 13) ist ein Highlight jedes Schlossrundgangs. 16

Regionale Energiezukunft Wir fördern erneuerbare Wärme mit Feldschlösschen. Herzlichen Glückwunsch zum 150-jährigen Jubiläum !

DAS BIERSCHLOSS DER SCHWEIZ Das Schloss in Rheinfelden und das Besucherzentrum Brauwelt ziehen jährlich mehr als 50000 Menschen an. Allein ans Brauereifest strömen am letzten Samstag im April jeweils über 10000 Bierfreundinnen und Bierfreunde. Auf grossen Anklang stossen jeweils auch der Sunset Plausch, das Oktoberfest und das Winterdorf. Während des ganzen Jahres erfreuen sich die imposanten Brauereipferde grosser Beliebtheit, und auch die Brauwelt mit ihren interaktiven und digitalen Erlebnissen sowie das Feldschlösschen Restaurant haben für Spontanbesucherinnen und -besucher viel zu bieten. Eine besondere Attraktion sind die Schlossrundgänge, die in vier Sprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch) angeboten werden. Auf den verschiedenen Themenrundgängen entdecken die Teil- nehmenden eine der schönsten Brauereien der Welt, sie bewundern das prächtige Sudhaus und bekommen hautnah mit, wie die beliebteste Biermarke des Landes gebraut wird. Erfahrene Tourguides wie Carole Weil sorgen dafür, dass keine Frage unbeantwortet bleibt, und natürlich darf auch die abschliessende Bierdegustation an der grössten digitalen Zapfanlage der Schweiz nicht fehlen. www.feldschloesschen.ch seinen 150 Jahren gekommen ist: Im ersten Betriebsjahr brauten die Pioniere knapp vier Hektoliter Bier, heute sind es natürlich weit mehr. Geschichte trifft Gegenwart In den Räumen unter Tag trifft die Geschichte die Gegenwart. Hier die stillgelegten Gärbecken, dort die aktuellen, riesigen Gärtanks. Da die alten Lagertanks, daneben die moderne Fassreinigungs- und Abfüllanlage. Behände führt Carole Weil die Gäste durch die Passagen – mal mit einer lustigen Anekdote, mal mit interessanten Fakten und immer mit Herzblut. Den Abschluss findet der Rundgang bei den Brauereipferden. Sie gehören seit Anbeginn zu Feldschlösschen wie der Hopfen ins Bier. «Wir sind stolz auf unsere Tradition. Das ist unsere DNA, die wir weitergeben wollen», sagt Carole Weil, bevor sie die Gruppe in die Degustation entlässt. Sie selbst hat keine Zeit für ein Bier. Die nächste Gruppe wartet bereits. Tradition trifft Technologie: Während im Besucherzentrum Brauwelt eine gigantische digitale Zapfanlage steht, ist bei den beliebten Brauereipferden immer noch Handarbeit gefragt. 18

Admeira gratuliert herzlich zum grossen Jubiläum Als TV-Vermarkter der SRG-Programme stossen wir auf 150 Jahre Braukunst an. Genau wie das Fernsehen verbindet auch Feldschlösschen Menschen – mit gemeinsamen Erlebnissen, Emotionen und Geschichten. Wir sagen Danke für unzählige unvergessliche Werbespots, für Innovationskraft und für euer Engagement. Auf die nächsten 150 Jahre und auf viele weitere starke Momente auf unseren TV-Sendern! admeira.ch Made with AI 150 Jahre Feldschlösschen – Prost auf eine Schweizer Erfolgsgeschichte!

Feldschlösschen IN ZAHLEN 22 Hauptsitz Produktionsstandorte Logistikstandorte Administration & Verkauf Kundendienstcenter 8Brauereipferde leben in den Stallungen in Rheinfelden. Bereits seit der Gründung der Brauerei gibt es auf dem Schlossareal Pferde. Mit dem 16 Meter langen Sechsspänner treten die Kaltblüter regelmässig an Events auf. Nahezu 8 von 10 Personen in der Schweiz kennen das Schloss als Wahrzeichen von Feldschlösschen. Adligenswil Neuendorf Winterthur Thun Bern Biel Givisiez Crissier Satigny Sion Visp Taverne Rhäzüns Landquart St. Gallen Dietikon Rheinfelden Kaiseraugst Vétroz Standorte von Feldschlösschen gibt es im ganzen Land. 20

Events beliefert und begleitet Feldschlösschen jedes Jahr als Partner – kleine Dorffeste ebenso wie das Eidgenössische Schwing- und Älpler- fest und andere Grossanlässe. 7 000 Jedes 4. Bier, das in der Schweiz konsumiert wird, ist eines der Marke Feldschlösschen. 1 200 Menschen aus 40 Nationen arbeiten für Feldschlösschen. 15eigene Getränkemarken sind im Portfolio – darunter 11 Bier-, 2 Mineralwasser- und 2 Softdrinkmarken. Netto null soll der CO2-Ausstoss der ganzen Wertschöpfungskette bis 2040 betragen. Seit Jahrzehnten verfolgt Feldschlösschen seine Nachhaltigkeitsstrategie und ist auf gutem Weg, die Ziele zu erreichen. 250 Mitarbeitende sind seit über 20 Jahren bei Feldschlösschen. 21

Auf das UNS kommt es an 22

Die vier Freunde Thomas, Hossein, Pete und Ulli (von links) im Schreber- garten von Thomas in Zürich-Witikon. 23

Die Arbeit ist getan, der Einkauf erledigt, die Freizeit verdient. Über dem Schrebergarten von Thomas in Zürich-Witikon strahlt die Sonne. Die vier Freunde Hossein, Ulli, Pete und Thomas haben gemeinsam gekocht, gelacht, gefachsimpelt. Jetzt setzen sie sich hin und öffnen ein Feldschlösschen. «Das gemeinsame Bier, das Miteinander: Das öffnet die Seele», sagt Ulli, der hoch über Zürich seinen Garten Eden gefunden hat. Schon seit gut zehn Jahren kommt man hier in unterschiedlichen Konstellationen zusammen. Das Ganze hat begonnen, als sich Ulli und Thomas über ihre befreundeten Söhne kennenlernten. Was Ulli besonders schätzt: «Weil wir alle aus unterschiedlichen Berufsfeldern kommen, entstehen immer wieder Gespräche, die den Horizont erweitern und Verständnis für Menschen in anderen Situationen schaffen.» In der Schweiz ist es nicht der grosse Auftritt, der zählt. Es sind die kleinen Dinge. Die Gesten, die niemand verlangt, aber alle schätzen. Das Miteinander, das nicht gross geplant werden muss, weil es einfach dazugehört. Weil es verbindet. Das Treffen im Schrebergarten zum Beispiel. Oder der Sport, das Singen im Chor, das Quartierfest, der Festivalbesuch, Jassabende und Tanzveranstaltungen. Auf das UNS kommt es an! Überall im Land treffen sich Menschen, helfen einander, lachen und feiern miteinander – und sorgen so für den Kitt, der die Willensnation Schweiz zusammenhält. Auch im Berner Marzilibad, wo sich Matteos Zereit eine unbeschwerte Zeit im Freundeskreis gönnt (Bild oben). «Weil wir im Alltag oft nebeneinander herlaufen, sind solche gemeinsamen Momente und echte Begegnungen wichtiger denn je», sagt der junge Mann. In den Vereinen lebt der Zusammenhalt Ein Herzstück unserer Kultur sind die rund 100000 Vereine. Ob Musik- oder Schützengesellschaften, Turn- oder Yoga-Gruppen, Ski- oder Fussballklubs, Feuerwehren, Quartiervereine, und, und, und: Sie sind Orte, an denen Gemeinschaft gelebt wird, zugleich Lebensschule und ein schönes Stück Heimat. Hier lernt man Teamgeist, übernimmt Verantwortung, pflegt Freundschaften. Und das oft das ganze Leben lang. Wie tief dieses Miteinander-Gefühl sein kann, weiss Ivan Juric. Für den Sportchef des FC Wald ist der Fussballklub mehr als bloss ein sportlicher Treffpunkt: «Seit ich denken und laufen kann, ist der FC fest in meinem Leben verankert. Mein Vater war bereits Trainer und Spieler, mehrere Familienmitglieder sind noch immer im Verein und in der Mannschaft», erzählt der 36-Jährige. Der FC Wald sei sein soziales Umfeld. «Wir sind immer füreinander da und helfen einander, wo wir können.» Am wichtigsten sei diese Verbundenheit, «wenn man emotional völlig nackt dasteht und es nicht möglich ist, die Gefühle zu überspielen – sei das Freude, Leid, Nervosität oder Stolz». Als Ivan Jurics Team im letzten Jahr den Aufstieg in die 2. Liga schaffte, war das nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein emotionaler Höhepunkt. Für den Sportchef, für die Mannschaft, für das ganze Dorf, das gebührend gefeiert hat (Bild unten links). «Da haben wir uns schon ein paar Feldschlösschen gegönnt», erzählt Ivan Juric. Mit der Marke sei der FC Wald «seit Jahren partnerschaftlich verbunden. Sie ist ein fester Bestandteil des Klubs, ohne sie würde etwas fehlen.» Das Leben findet vor der Tür statt – nicht im Internet. Die Menschen in der Schweiz leben Zusammenhalt auf unterschiedlichste Weise – in Vereinen und in Schrebergärten, am Feierabend und im Ausgang, in der Feuerwehr und in gemeinnützigen Organisationen. Der Berner Matteos bringt auf den Punkt, was sie alle verbindet: «Echte Begegnungen und gemeinsame Momente sind wichtiger denn je.» 24

Feldschlösschen verbindet in der Badi, nach dem Sport und auf den Fan-Tribünen. 25

GRATULIERT FELDSCHLÖSSCHEN ZU 150 JAHREN! FAMILIENUNTERNEHMEN Mit über 100 jähriger Geschichte AUS EIGENER ERZEUGUNG Eigener Fruchtanbau & Verarbeitung GRÖSSTE AUSWAHL An Fruchtsaftspezialitäten in der Schweiz AUSGEZEICHNET Mit EcoVadis Nachhaltigkeits Rating

Momente, in denen wir als Schwestern einfach für- einander da sind – sei es beim Feiern, beim Reden oder beim gemeinsamen Lachen», sagt sie. Zusammenhalt beginnt in der Familie, und wenn man sich im hektischen Alltag mal etwas aus den Augen verliert, gelte es, die speziellen gemeinsamen Momente wie eben jenen am Open Air besonders auszukosten. Beim Anstossen bleibt die hektische Zeit kurz stehen. Das gemeinsame Bier erdet, lädt zu Diskussionen ein, man nimmt sich Zeit für das Gegenüber. So unterschiedlich ihr Tag auch aussehen mag, die Lust auf Gemeinsamkeit und Entspannung verbindet die Menschen. Auch die geerdeten Fischer Reto, Fabian und Das gesellige Bier zeige, «dass das Leben vor der Tür stattfindet, gemeinsam mit den Mitmenschen, den Nachbarn, den Klubkollegen. Nichts im Internet oder dem Fernsehen kann da emotional Schritt halten.» Feldschlösschen verbindet auch die vielen Sportfans auf den Tribünen der Profiklubs. Seit vielen Jahren ist die Marke ein verlässlicher Partner der besten Fussball- und Eishockeyvereine. Feldschlösschen vereint Fans in allen Momenten – auch nach Niederlagen. Für Simona Zumbühl (links auf dem Bild unten rechts) steht Sport heute nicht auf der Agenda. Gemeinsam mit ihrer Schwester ist sie nach Zofingen gereist, ans Heitere Open Air. «Am schönsten sind die Beim Schwingen, nach getaner Arbeit auf dem Werkhof in Märstetten, beim Boule in Lausanne und am Heitere Open Air in Zofingen: Das gemeinsame Bier – ob mit oder ohne Alkohol – gehört einfach dazu. 27

Gemeinsame Momente sind wichtiger denn je. Peter vom Fischereiverein Aaretal, die ruhig im Wasser stehend auf den grossen Fang hoffen und ihr Bier schon im Netz haben. «Fischen entschleunigt und fördert die Gemeinschaft», sagt Peter. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen pflegt er sowohl die Kameradschaft als auch die Umwelt. Der Verein vermittelt Naturerlebnisse, Wissen über Gewässer und ein starkes Gemeinschaftsgefühl – schon für jene, die noch am Anfang ihres Weges stehen. Janine Bucher lebt im gleichen Land wie die Fischer im Aaretal, aber in einer anderen Welt. «In den Städten ist Einsamkeit ein grosses Thema», sagt die junge Zürcherin im Ausgang mit Gleichgesinnten. Angesichts der Weltsituation und der oft beängstigenden Bedeutung Sozialer Medien seien gemeinsame Momente und soziale Interaktionen wichtiger denn je. «Wir sollten darauf achten, neue Erfahrungen, unsere Gefühle und natürlich auch die Bauchweh-Lachmomente im realen Leben mit echten Freundinnen und Freunden zu teilen.» Der wahre Reichtum der Schweiz Was die Schweiz ausmacht, sind nicht bloss die atemberaubende Landschaft, die stabile Politik und die solide Wirtschaft. Der wahre Reichtum sind unsere Nähe im Alltag, unsere Gemeinschaft und unser Miteinander. Die grösste Brauerei des Landes will diesen Zusammenhalt fördern. «Ein Unternehmen mit einer so langen Geschichte ist immer auch Teil der Gesellschaft. Das aktuelle ‹Barometer zum Zusammenhalt› bestätigt: Vier von fünf Befragten erachten Schweizer Traditionsunternehmen als wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das ist Verantwortung und Ansporn zugleich», sagt Feldschlösschen-CEO Thomas Amstutz. «Mit unserem Jubiläumsmotto ‹Auf das UNS kommt es an› betonen wir genau dieses Miteinander.» Ein Blick ins Land zeigt, dass Feldschlösschen oft genau dort dabei ist, wo sich Menschen treffen und Zusammenhalt leben. Zum Beispiel im Schrebergarten hoch über Zürich, wo die Dämmerung angebrochen ist und Thomas, Ulli, Pete und Hossein sich einen letzten Schluck genehmigen. Die vier Freunde räumen gemeinsam auf und verabschieden sich voneinander – wohl wissend, dass sie sich schon bald wiedersehen und austauschen werden. Die Fischer im Aaretal und die jungen Menschen in der Stadt Zürich leben im gleichen Land, aber in unterschiedlichen Welten. 28

«Feldschlösschen verkörpert ein Stück SCHWEIZER IDENTITÄT» 30

Albert Rösti ist ein Mann des Volkes: «Als Bundesrat sehe ich es als meine Aufgabe, unser Land zu kennen, mich mit den Menschen auszutauschen, ihnen zuzuhören.» Im Interview sagt der Berner auch, was die Identität der Schweiz ausmacht, warum er die Gastronomie schätzt und wie wir das Wir-Gefühl in Zeiten des Individualismus bewahren können. 31

www.schoeni.ch Feldschlösschen, seit 150 Jahren der Durstlöscher der Nation! Ihr Partner für nachhaltige Transporte. Aus Leidenschaft – in dritter Generation. Ihre Ansprechpersonen und weitere Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie:

Die Menschen schätzen den Zusammen-­ halt in der Schweiz, befürchten aber, dass er bröckelt. Teilen Sie diese Einschätzung des Volkes? Der Zusammenhalt ist eine grosse Stärke unseres Landes, aber er ist keine Selbstverständlichkeit. Heute erleben wir eine gesellschaftliche Individualisierung, die rasante digitale Transformation und auch eine Verhärtung in politischen Debatten. All das kann dazu beitragen, dass sich Menschen weniger verbunden fühlen. Umso wichtiger ist es, dass wir bewusst daran arbeiten, miteinander im Gespräch zu bleiben und die gemeinsamen Werte hochzuhalten. Was kann jeder Einzelne von uns tun, um den Zusammenhalt zu stärken? Es braucht keine grossen Gesten. Wenn wir einander zuhören, Respekt zeigen, uns im Verein oder in der Gemeinde engagieren und die Vielfalt unseres Landes wertschätzen, leisten wir alle schon einen wertvollen Beitrag für den Zusammenhalt des Landes. Gerade im Alltag sind es oft die kleinen Zeichen der Verbundenheit, die den grössten Unterschied machen. Die Schweiz ist eine Willensnation mit vier Landessprachen und vielfältigen Kulturen. Trotzdem wird unser Zusammenhalt als besonders stark wahrgenommen. Was sind für Sie die Erfolgsfaktoren des «Modells Schweiz»? Zentral sind für mich der Föderalismus, die direkte Demokratie mit einer dazugehörigen Medienvielfalt, die gelebte Mehrsprachigkeit und die Möglichkeit, durch Initiativen und Referenden politisch mitzubestimmen. Diese Elemente geben allen Menschen in unserem Land die Möglichkeit, gehört zu werden und mitzuwirken. Das schafft Vertrauen in die Institutionen – und eben auch diesen besonderen Zusammenhalt. Spüren Sie persönlich den viel zitierten Stadt-LandGraben, wenn Sie in der Schweiz unterwegs sind? Ja, Unterschiede gibt es sehr wohl – etwa bei Fragen rund um Energie, Verkehr oder Landwirtschaft. Aber ich erlebe auch viel gegenseitiges Verständnis. Gerade wenn man mit den Menschen spricht, merkt man, dass die Anliegen oft gar nicht so weit auseinanderliegen. Als Bundesrat sehe ich es als meine Aufgabe, unser Land zu kennen, mit vielen Menschen mich direkt auszutauschen und zuzuhören. 71% sehen die direkte Demokratie als wichtigsten Faktor für den Zusammenhalt – obwohl sie Konflikte sichtbar macht. Ist das nicht paradox? Die direkte Demokratie bringt Differenzen an die Oberfläche, das stimmt. Aber genau das sorgt am Ende dafür, dass Entscheide von den Menschen im Land breit akzeptiert werden – auch wenn man unterliegt. Sie gibt jedem das Gefühl, mitreden zu können, und schafft so Identifikation mit dem Land. Welches Abstimmungsergebnis hat Sie in letzter Zeit besonders überrascht? Überrascht bin ich oft, wenn über politische Grenzen hinweg breite Mehrheiten zustande kommen. Das Junge Menschen engagieren sich wieder stärker für die Politik. 33

ALBERT RÖSTI Der SVP-Politiker wurde 1967 in Frutigen im Berner Oberland geboren. Der Agronom hat sein Studium mit dem Doktortitel abgeschlossen. Von 2011 bis 2022 sass er im Nationalrat, von 2016 bis 2020 war er Präsident der SVP Schweiz. Seit 2023 ist Albert Rösti Bundesrat. Er leitet das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, in dessen Verantwortungsbereich die Bahninfrastruktur liegt. Feldschlösschen nutzt seit der Gründung die Bahn als zentrales Transportmittel für seine Produkte. Albert Rösti ist begeisterter Skifahrer und Wanderer, verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder (29 und 25 Jahre). zeigt, dass die Schweiz in wichtigen Fragen auch über ideologische Unterschiede hinaus Lösungen findet. Enttäuscht war ich natürlich, dass die STEP-Vorlage, die Autobahnabstimmung, vom Volk nicht angenommen wurde. Auch das gehört zum Amt des Bundesrats. Ich akzeptiere selbstverständlich jedes Resultat. Das Milizsystem und die Vereine sind tragend für unser Land. Doch es wird schwieriger, engagierte Personen zu finden. Wie können wir dazu Sorge tragen? Wir müssen die Rahmenbedingungen so gestalten, dass freiwilliges Engagement einfacher wird – weniger Bürokratie, bessere Vereinbarkeit mit Beruf und Familie. Auch Anerkennung spielt eine Rolle: Wer sich einsetzt, soll spüren, dass es geschätzt wird. In Beizen kommen Menschen zusammen. Welche Rolle spielt die Gastronomie bezüglich Gemeinsinn? Eine grosse. Restaurants und Beizen sind gerade in Dörfern oft das Herz des gesellschaftlichen Lebens und weit mehr als bloss Orte der Verpflegung. In ihnen begegnen sich Menschen, die sonst vielleicht nicht zusammenkämen. Bei einem gemeinsamen Bier lassen sich viele Probleme lösen. Erinnern Sie sich an Feierabendbiere, die politische Fronten entschärft haben? Als ich Gemeindepräsident von Uetendorf war, gab es im Gremium jeweils viele Diskussionen. Anschliessend am Stammtisch haben wir am Ende nicht über Politik, sondern über unsere Familien gesprochen – und plötzlich war die Distanz weg. Solche Begegnungen sind für den politischen Alltag sehr wertvoll. Welche Verantwortung haben Traditionsunternehmen wie Feldschlösschen? Sie übernehmen weit mehr als eine wirtschaftliche Rolle. Sie schaffen Arbeitsplätze, sind regional verankert und bieten Orte der Begegnung. Wer kennt nicht das Schloss, das man sieht, wenn man auf der Autobahn bei Rheinfelden unterwegs ist? Grillieren, Wandern und Biertrinken gehören in der Schweiz zu den verbindendsten Aktivitäten. Wo erleben Sie privat Gemeinschaft? Ich geniesse es sehr, mit der Familie wandern zu gehen und danach gemeinsam einzukehren. Dieses Zusammensein, verbunden mit Natur und guten Gesprächen, ist für mich ein Stück gelebte Schweiz. Was macht Ihnen Hoffnung für die Zukunft des Zusammenhalts in der Schweiz? Mir macht Hoffnung, dass junge Menschen wieder stärker Interesse zeigen, sich zu engagieren – sei es in Politik, Umwelt, Vereinen oder Nachbarschaften. Dieses Verantwortungsgefühl der neuen Generation trägt den Zusammenhalt weiter. Feldschlösschen feiert 150 Jahre. Was sind Ihre persönlichen Wünsche für die nächsten 150 Jahre? Ich wünsche Feldschlösschen, dass es weiterhin Menschen zusammenbringt – mit Qualität, mit Verlässlichkeit und mit Orten, die Begegnungen ermöglichen. Und dass es damit auch in Zukunft ein Stück Schweizer Identität verkörpert. Ein Bundesrat zum Anfassen: Albert Rösti bei der Bundesfeier 2025 auf dem Europaplatz in Luzern. 34

Ihr feiert Geschichte. Wir feiern mit. Cheers!

Wir gratulieren Feldschlösschen zu 150 Jahren Braukunst, die sich treu bleibt. Und sich doch immer neu erfindet. Respekt, wer mit 150 noch so frisch daherkommt.

Im Jahr 1875 eröffneten Carlsberg Laboratorium (heute bekannt als Carlsberg Research Laboratory) wurden bahnbrechende Entdeckungen gemacht. Jacob Christian Jacobsen (1811–1887) erlernte das Brauhandwerk in der Brauerei seines Vaters. In München erwarb er die Kenntnis, wie das damals in Dänemark noch weitgehend unbekannte untergärige Bier produziert wurde. 1847 baute er auf einem Hügel bei Kopenhagen die nach Sohn Carl benannte Brauerei Carlsberg. Für den auch politisch engagierten Philanthropen war von Anfang an klar: Carlsberg ist nicht nur zum Wenn Bier die FORSCHUNG fördert Brauen von Bier da, sondern auch, um die Welt zu verändern, sie zu einem besseren Ort zu machen. Deshalb hob J.C. Jacobsen 1876 – im gleichen Jahr wurde in Rheinfel- den Feldschlösschen gegründet – die Carlsbergfondet (Carlsberg Stiftung) aus der Taufe. Die Stiftung hat das Sagen Bereits 1882 legte J. C. Jacobsen testamentarisch fest, dass seine Brauerei dereinst in Besitz der Carlsberg Stiftung übergehen solle. Nach seinem Tod 1887 trat dieser Wille im Folgejahr in Kraft. Seitdem hält die Stiftung, der Jacobsen auch sein Erbe vermacht hat, mindestens 51 Prozent der Stimmanteile an der Carlsberg-Gruppe. Die dadurch erhaltenen Dividenden in der Höhe von jährlich rund 1,1 Milliarden Kronen (ca. 140 Millionen Schweizer Franken) werden für gemeinnützige Projekte ausgeschüttet. Die Stiftung fördert die freie Grundlagenforschung, Kunst und Hinter Carlsberg steht eine Unternehmensstiftung, die jedes Jahr sicherstellt, dass ca. 30 Prozent der Dividende für Forschung, Kultur und Jugendprojekte ausgeschüttet werden. Sie ist Mehrheitsaktionärin der Carlsberg-Gruppe, und dank ihrem Engagement kommt auch ein Teil des Erfolgs von Feldschlösschen uns allen zugute. 37

Jugendprojekte, unter anderem auch in der Schweiz. Als stolzer Teil der Carlsberg-Gruppe knüpft Feldschlösschen mit seiner ehrgeizigen Nachhaltigkeitsstrategie an diese Tradition an. Wie sehr J. C. Jacobsen die Forschung am Herzen lag, zeigt auch das 1875 gegründete Carlsberg Research Laboratory, das bis heute zu den Rohstoffen des Bieres, in der Brautechnologie und auch in der allgemeinen Wissenschaft forscht. In diesem dänischen Labor wurden bahnbrechende Entdeckungen gemacht, sogar eine der wichtigsten in der Entwicklung der Brautechnologie: Mit seiner Methode zur Reinzucht von Hefe trug Emil Christian Hansen im Jahr 1883 Entscheidendes zur Perfektion des Lagerbiers bei. Fortan konnten Biere mit bestem Geschmack und gleichbleibend hoher Qualität gebraut werden. J. C. Jacobsen erkannte die enorme Tragweite dieser Erfindung und liess sie nicht etwa patentieren. Nein, der Philanthrop teilte das in seinem Labor erworbene Wissen mit der ganzen Welt – auch mit anderen Brauereien. Heute ist Carlsberg die einzige international tätige Brauerei, die einer Stiftung gehört. Dank der in den Statuten der Stiftung festgelegten Stimmenmehrheit hat Gründer J. C. Jacobsen indirekt immer noch Einfluss auf das Unternehmen. So, wie man bei Feldschlösschen stolz auf die Gründer Theophil Roniger und Mathias und Marie Wüthrich ist, wissen alle Ländergesellschaften der Carlsberg-Gruppe, was sie J. C. Jacobsen zu verdanken haben. Das Elefantentor ist das Wahrzeichen des Carlsberg-Viertels in Kopenhagen. Carlsberg-Gründer J. C. Jacobsen eröffnete 1875 in Kopenhagen das Carlsberg Laboratorium. PIONIERARBEIT FÜR DIE WISSENSCHAFT Das Carlsberg Labor in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen hat seit seiner Gründung im Jahr 1875 bahnbrechende Entdeckungen hervorgebracht. Einige Beispiele: • 1909 entwickelte der Forscher S.P.L. Sørensen die pH-Skala zur Messung von Säure und Alkalinität – heute ein weltweiter wissenschaftlicher Standard. • 2017 entschlüsselte ein Konsortium unter Beteiligung des Carls- berg Research Laboratory das Gerstengenom – die Grundlage für die Züchtung verbesserter Malzgerste mit höherer Bierqualität. • 2022 erhielt Prof. Morten Meldal den Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung der «Click-Chemie» – eine Entdeckung, die er während seiner Zeit am Carlsberg Research Laboratory (1988–2011) machte. Die Methode hat den Bau von Molekülen revolutioniert. • Aktuell arbeitet das Labor unter anderem an klimaresistenten Getreidesorten für die Ernährungssicherheit der Zukunft. 38

Ein Hoch auf Feldschlösschen. Jungheinrich gratuliert Feldschlösschen herzlich zum 150-jährigen Bestehen und wünscht weiterhin viel Erfolg für die Zukunft.

renault-trucks.ch Seit 150 Jahren schafft Feldschlösschen Momente, die Menschen zusammenbringen. Für Renault Trucks ist es eine Freude und Ehre, diesen Weg seit vielen Jahren verlässlich zu begleiten. Herzliche Gratulation zum Jubiläum – auf viele weitere gemeinsame Etappen voller Begegnungen und Genuss. 150 JAHRE FELDSCHLÖSSCHEN: EINE GESCHICHTE, DIE VERBINDET UND NACHHALTIG WEITERFÄHRT

HAPPY BIRTHDAY! Glückwünsche von Schweizer Persönlichkeiten CHRISTOPH ZWEIFEL CEO Zweifel «Wir bei Emmi wissen, was es heisst, ein tra- ditionsreiches Schweizer Unternehmen in die Zukunft zu führen. Wie wir steht Feldschlösschen beispielhaft für bodenständige Werte und Innovationskraft – eine Verbindung, die seit 150 Jahren Bestand hat und der Schweiz wunderbare gesellschaftliche Erlebnisse und Genussmomente ermöglicht.» URS RIEDENER Verwaltungsratspräsident Emmi Gruppe «Wie Ricola steht auch Feldschlösschen für Schweizer Qualität und Vertrauen in authentische Produkte. Aus der Leidenschaft für Kräuterbonbons und die Bierbrauerei sind einzigartige Schweizer Produkte entstanden, die Tradition und Innovation verbinden.» THOMAS MEIER CEO Ricola «Ich durfte oft erleben, wie wichtig Unternehmen sind, die Verantwortung übernehmen. Feldschlösschen war schon immer Pionier für nachhaltige Entwicklung und zeigt, dass Ökonomie und Ökologie Hand in Hand gehen können.» DORIS LEUTHARD Alt-Bundesrätin «Zwei Schweizer Unter- nehmen, vereint durch Tradition und Leidenschaft: Feldschlösschen und Zweifel stehen seit Generationen für Qualität, die verbindet. Als Familienunternehmer gratuliere ich herzlich zum 150-Jahr-Jubiläum – auf viele weitere gemein- same Genussmomente mit Bier und Chips!»

«Bodenständigkeit ist keine Selbstverständlichkeit in unse- rer schnelllebigen Zeit. Feldschlösschen beweist, dass echte Werte und authentische Qualität niemals aus der Mode kommen – genau so ver- hält es sich auch mit guter Musik.» FRANCINE JORDI Musikerin «Die Brauerei in der Nähe meines Zürcher Schulhauses stellte im Sommer jeweils junge Hilfskräfte ein. Fünf Wochen stand ich neben der Flaschenwaschanlage am Fliessband zur Nachkontrolle. Unzählige Paletten, Fässer und Harassen lupfte ich herum. Mein Vorarbeiter zeigte mir, wie man mühelos zwei statt einen vollen Harass tragen kann. Wenn ich heute meine Stammbeiz im Niederdorf betrete, stellt mir die Wirtin Lea ein frisches Feldschlösschen hin. Weil ich weiss, wie hart dafür gearbeitet wird, möchte ich allen Feldschlösschen-Mitarbeitenden einfach mal danken.» BEAT SCHLATTER Schauspieler und Komiker «Sponsoring ist Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Feldschlösschen zeigt seit vielen Jahrzehnten Verantwortung – für den Sport, für die Kultur und für das gesellschaftliche Miteinander in der Schweiz. Diese Haltung ist vorbildlich.» MARTIN CANDINAS Nationalrat «Genuss hat in der Schweiz eine lange Tradition – sei es bei Schokolade, Käse oder Bier. Das Unternehmen Feldschlösschen steht seit 150 Jahren für Genussmomente, die Menschen zusammenbringen.» MONIQUE BOURQUIN Präsidentin Promarca «Seit Jahrzehnten verbindet uns von Coop und Feldschlösschen eine enge Partnerschaft, die geprägt ist von gegenseitigem Vertrauen, Innovationsgeist und dem Engagement für höchste Schweizer Qualität. Feldschlösschen schafft mit Leidenschaft Genussmomente und bringt im ganzen Land Menschen zusammen, was sehr gut zu Coop passt. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!» PHILIPP WYSS CEO Coop

bell.ch FLEISCH UND BIER THE PERFECT MATCH Erhältlich ab Woche 22 bis 38 in grösseren Coop Verkaufsstellen. Die 157 Jahre alte Bell gratuliert Feldschlösschen zu ihrem 150-Jahre-Jubiläum. Und dies machen wir natürlich sehr genussvoll mit einem Frisch- gezapften und einem eigens kreierten Bier-Burger. Freundschaft verbindet!

«Als Medienunternehmer weiss ich, wie relevant Marken sind, die Geschichten erzählen, die für Werte stehen, die sich positiv im Bewusstsein der Bevölkerung verankert haben. Feldschlösschen ist eine solche Marke. Schweizerisch, glaubwürdig, lebensfreudig, verlässlich. Ich gratuliere zu 150 Jahren Geschichte und Geschichten.» MARC WALDER CEO Ringier «Das Schloss in Rheinfelden ist nicht nur ein Wahrzeichen im Kanton Aargau, sondern auch ein Symbol für Standortqualität. Feldschlösschen macht es seit 150 Jahren deutlich: Die Schweiz ist und bleibt ein beliebter Standort für Qualitätsunternehmen mit Weitblick. Sorgen wir dafür, dass es so bleibt!» THIERRY BURKART Ständerat «Als Sportlerin weiss ich, wie wichtig Beständigkeit und Durchhaltevermögen sind – beides sind Eigenschaften, die auch Feldschlösschen verkörpert. Das Unternehmen steht für die Schweizer Mentalität, die uns durch Höhen und Tiefen trägt.» DOMINIQUE GISIN Ex-Skirennfahrerin «Schwingen ist Kulturgut und Feldschlösschen ein grosser Unterstützer unseres Sports. Das Unternehmen ist längst auch Kulturgut und sorgt als verlässlicher Partner unzähliger Events, dass die Schweiz obenaus schwingt.» JÖRG ABDERHALDEN Dreifacher Schwingerkönig «Seit bald einem Jahr darf ich den einzigartigen Teamgeist und den Zusammenhalt bei Feldschlösschen hautnah erleben. Ich bin dankbar und stolz auf diese Partnerschaft und darauf, Teil einer wertschätzenden Gemeinschaft zu sein, die seit 150 Jahren mit Leidenschaft und Herz besteht.» NADINE RIESEN Fussball-Nationalspielerin

Fire safety systems from Siemens make Feldschlösschen a perfect place to keep tradition on tap.

Seit unserer Gründung verbindet Feldschlösschen und die Stiftung MBF eine Partnerschaft, die weit mehr ist als Zusammenarbeit. Gemeinsame Projekte schaffen seit Jahrzehnten sinnvolle Arbeit für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Herzliche Gratulation zum Jubiläum und danke für Jahrzehnte der Partnerschaft Suchen Sie eine s ziale Partnerin für Ihre Aufträge? Montage, Verpackung, Holz- und Metallverarbeitung oder kreative Produkte: Bei uns entsteht Qualität - mit sozialem Mehrwert. Wir gratulieren Feldschlösschen herzlich zum 150-jährigen Jubiläum! Danke für das Vertrauen und die für die kommenden Jahre. Wertschätzung – und alles Gute

Seit 150 Jahren steht Feldschlösschen für eine Kultur der Verantwortung und der Menschlichkeit. Hans-Albert Wüthrich ist der Urenkel des Gründervaters Mathias Wüthrich. Hinter dem Erfolg steht für ihn eine stille Kraft: seine Urgrossmutter Marie. Die Frau, die das Unternehmen mit Herz und Tatkraft durch die ersten Jahre trug. Als sich der Brauer Theophil Roniger und der Bauer Mathias Wüthrich vor 150 Jahren zusammentaten, konnten sie sich wohl kaum vorstellen, dass ihr Feldschlösschen in der Schweiz einmal zu einem Gattungsbegriff für Bier wird. Der Markt war damals mit mehr als 500 Brauereien hart umkämpft, die Lage der Firma mitunter prekär. Daher spricht Hans-Albert Wüthrich heute mit Ehrfurcht von einer «beispielhaften Unternehmerleistung». Der emeritierte Wirtschaftsprofessor ist ein Urenkel von Gründer Mathias Wüthrich und kennt den Betrieb im Feldschlösschen seit sei- ner Kindheit. Das Erfolgsgeheimnis besteht für ihn aus drei Teilen: «Die visionäre Weitsicht, auf den Standort Rheinfelden mit dem Anschluss an die neue Bözbergbahn zu setzen und damit als erste Brauerei national zu denken. Ein hohes Qualitätsbewusstsein. Und ganz wichtig: eine familiäre und verantwortungsbewusste Firmenkultur.» Es liegt in der Natur der Sache, dass bei wirtschaftlichen Erfolgsgeschichten das Produkt und die Strategie im Zentrum stehen. Geschrieben wurde die FeldschlössDER URENKEL und die Mutter der Brauerei Hans-Albert Wüthrich im Sudhaus. Er kennt das Unternehmen Feldschlösschen seit seiner Kindheit. 47

chen-Erfolgsgeschichte aber von menschlicher Hand. Hans-Albert Wüthrich erinnert sich: «Mein Vater war Braumeister im Schloss. Als ich ihn während meiner Schulferien auf seinem allmorgendlichen Betriebsrundgang begleitete, hat er jeden Mitarbeitenden beim Namen gegrüsst und persönliche Gespräche geführt. Dabei bezog sich die erste Frage immer auf die Familie. Erst dann kam das Geschäftliche.» Diese stark beziehungsorientierte Führung hat Hans-Albert Wüthrich beeindruckt. So stark, dass er sich später als Wirtschaftsprofessor eingehend mit den weichen Faktoren der Unternehmensführung beschäftigt hat. Tatsächlich steckt das Fürsorgliche tief in der DNA von Feldschlösschen. Die Gründerväter wussten, dass sie ihre Ziele nur erreichen konnten, wenn sich die Mitarbeitenden mit der Firma identifizieren. So bezahlten sie trotz der grossen Investitionen von Beginn weg hohe Löhne und übernahmen Unfallversicherungsbeiträge und Steuern. Etwas später wurden in der Kantine dann sogar Ruheräume eingerichtet – eine Errungenschaft, die ihrer Zeit weit voraus war. Die Frau im Hintergrund Eine zentrale Rolle nahm dabei Mathias Wüthrichs Ehefrau Marie ein, die Urgrossmutter von Hans-­ Albert Wüthrich. Neben ihrer Rolle als Mutter, in der sie sechs Kinder aufzog, brachte sie sich mit Leib und Seele ins Unternehmen ein: Sie machte die Buchhaltung, leitete das Restaurant und kochte und wusch für die Brauer, die damals noch auf dem Areal lebten. Dazu half sie ihrem Mann auf dem Feld. «Manchmal, wenn das Geld knapp wurde, fuhr sie zu ihrem Schwiegervater, um ihn zu überreden, noch ein wenig mehr ins Unternehmen zu investieren», erzählt Hans-Albert Wüthrich und fügt an: «Meine Urgrossmutter hat das Unternehmen also mit grösster Tatkraft und moralisch mitgetragen. Ich bin überzeugt, dass es Feldschlösschen ohne sie heute in dieser Form nicht gäbe.» Auch wenn die Firma mit den Jahren immer mehr wuchs und das soziale Gefüge sich veränderte – die verantwortungsbewusste Kultur ist geblieben. Gegenüber den Mitarbeitenden ebenso wie gegenüber der Gesellschaft. Sinnbildlich dafür steht die inzwischen 51-jährige Stiftung MBF, die Hans-­ Albert Wüthrich präsidiert. Die Sozialinstitution im aargauischen Stein unterstützt Menschen mit Unterstützungsbedarf unter anderem mit Wohn-, Arbeits- und Bildungsangeboten. «Feldschlösschen hat die Stiftung MBF von Beginn weg unterstützt», sagt Hans-Albert Wüthrich. «In jüngster Zeit haben immer mehr Unternehmen einfache Arbeiten, die für unsere Klientinnen und Klienten wichtig wären, ins Ausland verlegt. Nicht so Feldschlösschen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.» Den Grundstein für die sozial nachhaltige Unternehmensführung hat einst Marie Wüthrich gelegt. Marie Wüthrich-Jenny, die Ehefrau des Gründervaters Mathias Wüthrich, hatte entscheidenden Anteil an der Erfolgsgeschichte von Feldschlösschen. Als Urenkel von Mathias und Marie Wüthrich ist Hans-Albert Wüthrich im Betrieb aufgewachsen. Die Führungskultur hat ihn tief beeindruckt. 48

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