FSD_Jubi_2026

Seit Jahrhunderten legen die Menschen in der Schweiz grossen Wert auf ihren Zusammenhalt. Sie sind stolz auf den inneren Kitt und erachten ihn als wichtig für das Land, um in der zurzeit doch recht unsicher scheinenden Welt bestehen und weiterhin florieren zu können. Doch wie stark ist der gesellschaftliche Zusammenhalt in der Schweiz wirklich? Wie sehr pflegen ihn die Menschen? Was bedeutet Zusammenhalt für sie konkret? Feldschlösschen wollte es ganz genau wissen und hat gemeinsam mit dem renommierten Meinungsforschungsinstitut Sotomo das erste Barometer zum Zusammenhalt in der Schweiz erstellt. Die Demokratie geniesst Vertrauen Die repräsentative Umfrage ist ein Realitäts-Check, der zeigt: Für fast alle Menschen in der Schweiz (96 %) ist der Zusammenhalt ein unverzichtbarer Wert. Aber Zusammenhalt ist nicht für alle dasselbe. Während für die einen die Akzeptanz von Vielfalt im Vordergrund steht, erachten andere die gemeinsame Identifikation mit der Nation als wichtig. Was allerdings fast alle eint, ist das Vertrauen in die direkte Demokratie: 71 % der Befragten sehen sie als wichtigsten Faktor für den Gemeinsinn im Land und schätzen die mit den Abstimmungen verbundenen Diskussionen. Für Sotomo-Leiter und Politologe Michael Hermann ist das eines der interessantesten Umfrageergebnisse: «Die direkte Demokratie wird insbesondere als feierlicher Akt sehr hoch angesehen und als zentral für den Zusammenhalt empfunden.» Was weniger erfreulich ist: Aus Sicht der Menschen – vor allem aus jener der finanziell schlechter gestellten – bröckelt der Zusammenhalt: Zwei Drittel der Bevölkerung bewerten ihn als (eher) schwach, sogar 83% als rückläufig. Als besonders anfällig wird der Zusammenhalt zwischen politisch links und rechts, zwischen Reichen und Armen sowie zwischen Ansässigen und Zugewanderten empfunden. 8

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