FSD_Jubi_2026

Jugendprojekte, unter anderem auch in der Schweiz. Als stolzer Teil der Carlsberg-Gruppe knüpft Feldschlösschen mit seiner ehrgeizigen Nachhaltigkeitsstrategie an diese Tradition an. Wie sehr J. C. Jacobsen die Forschung am Herzen lag, zeigt auch das 1875 gegründete Carlsberg Research Laboratory, das bis heute zu den Rohstoffen des Bieres, in der Brautechnologie und auch in der allgemeinen Wissenschaft forscht. In diesem dänischen Labor wurden bahnbrechende Entdeckungen gemacht, sogar eine der wichtigsten in der Entwicklung der Brautechnologie: Mit seiner Methode zur Reinzucht von Hefe trug Emil Christian Hansen im Jahr 1883 Entscheidendes zur Perfektion des Lagerbiers bei. Fortan konnten Biere mit bestem Geschmack und gleichbleibend hoher Qualität gebraut werden. J. C. Jacobsen erkannte die enorme Tragweite dieser Erfindung und liess sie nicht etwa patentieren. Nein, der Philanthrop teilte das in seinem Labor erworbene Wissen mit der ganzen Welt – auch mit anderen Brauereien. Heute ist Carlsberg die einzige international tätige Brauerei, die einer Stiftung gehört. Dank der in den Statuten der Stiftung festgelegten Stimmenmehrheit hat Gründer J. C. Jacobsen indirekt immer noch Einfluss auf das Unternehmen. So, wie man bei Feldschlösschen stolz auf die Gründer Theophil Roniger und Mathias und Marie Wüthrich ist, wissen alle Ländergesellschaften der Carlsberg-Gruppe, was sie J. C. Jacobsen zu verdanken haben. Das Elefantentor ist das Wahrzeichen des Carlsberg-Viertels in Kopenhagen. Carlsberg-Gründer J. C. Jacobsen eröffnete 1875 in Kopenhagen das Carlsberg Laboratorium. PIONIERARBEIT FÜR DIE WISSENSCHAFT Das Carlsberg Labor in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen hat seit seiner Gründung im Jahr 1875 bahnbrechende Entdeckungen hervorgebracht. Einige Beispiele: • 1909 entwickelte der Forscher S.P.L. Sørensen die pH-Skala zur Messung von Säure und Alkalinität – heute ein weltweiter wissenschaftlicher Standard. • 2017 entschlüsselte ein Konsortium unter Beteiligung des Carls- berg Research Laboratory das Gerstengenom – die Grundlage für die Züchtung verbesserter Malzgerste mit höherer Bierqualität. • 2022 erhielt Prof. Morten Meldal den Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung der «Click-Chemie» – eine Entdeckung, die er während seiner Zeit am Carlsberg Research Laboratory (1988–2011) machte. Die Methode hat den Bau von Molekülen revolutioniert. • Aktuell arbeitet das Labor unter anderem an klimaresistenten Getreidesorten für die Ernährungssicherheit der Zukunft. 38

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